Bisheriges

22.11.2017 ….. Kirche traf auf Grundeinkommen

Und zwar am Buß- und Bettag, der uns daran erinnern soll, dass wir nicht perfekt sind, dass wir immer wieder Fehler machen und scheitern. Wir können uns dafür schuldig fühlen und Vorwürfe machen. Oder wir können das als Gelegenheit begreifen, uns und die Welt zu verändern. Wir können auch anders denken und handeln als wir das bisher getan haben!

Der sehr engagierte, kommunikative und offene Pfarrer Kühlewein-Roloff hat mit uns einen facettenreichen Gottesdienst zum bedingungslosen Grundeinkommen in der evangelischen Stadtkirche in Offenburg gestaltet.

GottesdienstMusikalisch eingerahmt wurde der Themengottesdienst mit sphärischen Klängen von Heidi Gellweiler, die die Eingangsmeditation auf dem Hang begleitete und uns zum Schluss mit ihrem Spiel auf der Glasharfe entließ.

Den Meditationstext, unser BGE-Interview und die Fürbitten findet ihr hier.

Wir danken Christian Kühlewein-Roloff und Heidi Gellweiler für diesen ganz besonderen Abend!

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19.08.2017 ….. ‚Bündnis Grundeinkommen‘ in Offenburg

Am Samstag, den 19. August, um 10-14 Uhr hatten wir zusammen mit der neu gegründeten Partei „Bündnis Grundeinkommen“ einen Infostand auf dem Marktplatz (bei den Wasserspielen, hinter dem H&M Gebäude).

Die neu gegründete Partei hat es geschafft in allen Bundesländern auf dem Wahlzettel zu stehen! Dabei geht es ihr nicht darum zu regieren, sondern einzig das Thema Grundeinkommen voran zu bringen. Das wirft einige Fragen auf. Warum eine Partei wählen, die gar nicht regieren will, wenn momentan so viele brennende Fragen auf dem Spiel stehen? Wenn doch wählen, dann wie? (z.B. Zweitstimme)

Dieter Heß, der Schatzmeister der Partei und einige unserer Offenburger Gruppe waren da um zu informieren und zu diskutieren. Schon im Vorfeld gab es eine Info-Veranstaltung in der Gaststätte Brandeck in Offenburg.

Vielen Fragen stellte sich auf Einladung der IG BGO Dieter Hess, Schatzmeister der Grundeinkommenspartei Baden-Württemberg. Außerdem gab es die Möglichkeit zur Abgabe der Unterschrift und zur Diskussion über das BGE im Allgemeinen. Es war ein spannender Abend! Und auch die Badische Zeitung war dabei.


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03.05.2016 ….. Freiheit statt Vollbeschäftigung
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Vortrag von Dr. Sascha Liebermann

Die SPD Kenzingen hat eingeladen. Sascha Liebermann von der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn sprach zum Thema „Freiheit statt Vollbeschäftigung“.
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01.03.2016 ….. Wirtschaft ist Care – die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen.

Vortrag und Gesprächsrunde mit Dr. Ina Praetorius in Offenburg

Die Ökonomie ist zu einer Leitwissenschaft geworden. Doch ausgerechnet diejenigen Maßnahmen zur Bedürfnisbefriedigung, durch die Menschen für sich, für einander und für andere sorgen, kommen in der Wirtschaftswissenschaft kaum vor. Welche Folgen hat diese Auslassung?

Die Theologin und Sozialethikerin Ina Praetorius untersucht die zweigeteilte, ungerechte Ordnung unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsorganisation und skizziert eine Gesellschaft, in der das Sorgen und versorgt werden zentrale Bedeutung hat. Indem sie Ökonomie neu denkt, gibt sie Impulse für ein neues – menschen- und schöpfungsgerechtes – Handeln, zum Beispiel: bedingungsloses Grundeinkommen, postpatriarchale Religiosität, gemeinschaftsstiftende Social Media und eine Neubewertung von „Dreckarbeit“.

Wer sich dazu ausführlicher informieren möchte kann hier Lesestoff finden:
Wirtschaft ist Care oder die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen
DurchEinAnder Blog

Mitdenkende waren:
Claudia Roloff, Pfarrerin, Evangelische Erwachsenenbildung Ortenau
Regina Geppert, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Offenburg
Jochen Walter, Eine-Welt-Promotor, Weltladen Regentropfen Offenburg e.V.
Klaus Schorn, Interessengemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen Ortenau (IG BGO)

Auch die Badische Zeitung berichtete.
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15.09.2015 ….. Haltung des Bundesfinanzministeriums zum BGE.

Wir haben das Bundesfinanzministerium angefragt. Wie ist die Haltung zu einem BGE? Hier unser Anschreiben:
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Schäuble_Anschreiben

Und hier die Antwort:
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Schäuble_Antwort
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Eine interessante Haltung wenn man das derzeitige Engagement der Bevölkerung für syrische Flüchtlinge betrachtet!
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05.07.2015 ….. Bedingungsloses Yoga mit der IG BGO.

Die Interessengemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen Ortenau (IG BGO) lud ein zur kostenlosen Hatha-Vinyasa Yoga-Stunde mit der zertifizierten Yoga-Lehrerin Claudia Schulz auf dem Platz der Verfassungsfreunde beim Kulturforum. Auch Yoga-Unerfahrene waren willkommen.
Yoga – regelmäßig praktiziert – bringt den Geist zur Ruhe, schult die Achtsamkeit, macht beweglicher und vieles mehr. Vinyasa bedeutet, die einzelnen Asanas (Körperstellungen) fließend und in harmonischer Abfolge miteinander zu verbinden.
Aufgrund der Hitze wurde die Aktion kurzerhand in die angenehm temperierte Reithalle verlegt.
Vielen Dank an Claudia Schulz, die uns mit dieser bedingungslosen Yoga-Stunde einen guten Start in einen sommerlich heißen Tag verschafft hat.
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15.04.2015 ….. World Café zum Bedingungslosen Grundeinkommen.

Im Leewe in Ichenheim gab es – neben gewohnt guter Verpflegung – ein World Café der IG-BGO mit Einführung zum BGE, Kurzfilm, Impulsvorträgen und Diskussionen. Einzelne Themen waren ‚Menschenbild‘, ‚Finanzierbarkeit‘, ‚Arbeitsbegriff‘, ‚Müßiggang‘ und ‚Gesundheit‘. Wir freuten uns sehr über die lebhaften Debatten, die sich rund um die Tische ergaben und den offenen Austausch. Ein sehr schöner Abend!
Vielen Dank auch noch mal an das Team vom Leewe!

Hier auch der „Bericht in der Badischen Zeitung“.

muessiggang

menschenbild

gesundheit

finanzierung

arbeit

 

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05.02.2015 ….. Das bedingungslose Grundeinkommen ist finanzierbar!

Carls Robert Carls kam am Donnerstag, 05. Februar auf Einladung der Interessengemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen Ortenau ins Brandeck nach Offenburg. Er stellte sein Konzept ‚Das Grundeinkommen rechnet sich schon heute‘ vor. Carls ist Diplom-Volkswirt, sozial engagiert und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen. Er lieferte Grundlagen für dessen Einführung und stellte sich im Anschluss den Fragen des Publikums.
Unser Lerneffekt: Ist die Frage ‚Wer soll das bezahlen?‘ erst mal konkret beantwortet, beruhigen sich die Gemüter und es kann über andere wichtige Fragen diskutiert werden. Zum Beispiel: Welche Auswirkungen hat ein Bedingungsloses Grundeinkommen auf unser Zusammenleben? Auf die Arbeitswelt? Auf die Gesundheit der Menschen? Und so weiter.
Ein sehr erhellender Abend.

Hier finden Sie mit freundlicher Genehmigung von Herrn Carls:
> die „Mindmap des Vortrags“

> eine „Kurzfassung seiner Argumente“

> eine „Langfassung des Konzeptes „Das Grundeinkommen rechnet sich schon heute““

> eine „separate Tabelle mit Vergleich der Brutto- und Nettoeinkommen vor und nach Einführung des Grundeinkommens“
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23.09.2014 ….. Enno Schmidt in Offenburg

‚Eine Idee geht um die Welt – das Bedingungslose Grundeinkommen‘
Am 23. September sprach Enno Schmidt, Mitbegründer der Initiative Grundeinkommen in der Schweiz, Filmemacher und Autor, in Offenburg.

Enno_9253 „Mit dem Instrument der Volksinitiative ist das bedingungslose Grundeinkommen in der Schweiz ein politisches Thema geworden mit rechtsverbindlichen Folgen. Obwohl doch noch gar nicht klar ist, wie genau das gehen soll ist und was das bewirkt. Eben darum.

Durch unsere spektakuläre Einreichaktion der Volksinitiative ist das bedingungslose Grundeinkommen in vielen Ländern stärker in die öffentliche Diskussion gekommen. Aber was ist das für eine Idee? Dass jeder Geld zum Leben bekommt auch ohne zu arbeiten? Was macht diese Perspektive mit mir? Was ist überhaupt Arbeit? Was hat Geld damit zu tun?

Das bedingungslose Grundeinkommen eröffnet mehr Freiheiten das zu tun, was einem als das Notwendigste erscheint. Ein Brennglas auf Selbstverantwortung und eigene Wahrnehmung. Nicht erst nach der Auszahlung eines Geldbetrages, sondern jetzt im Umgang mit der Idee.“

Enno Schmidt begründet 2006 zusammen mit Daniel Häni die Initiative Grundeinkommen in der Schweiz. 2008 erstellt der den Film „Grundeinkommen – ein Kulturimpuls“ und weitere Filme zum Grundeinkommen. Außerdem wirkt er als Autor und hält Vorträge zum Thema.

Im Oktober 2013 wurde die Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen erfolgreich eingereicht. Die Schweizer Bevölkerung wird über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens abstimmen.

Hier auch das „Interview der Mittelbadischen Presse“ mit Enno Schmidt.

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14.09.2014 ….. Bedingungsloses Qi Gong mit der IG BGO.

Die Interessengemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen Ortenau (IG BGO) lud zur kostenlosen Qi Gong-Stunde mit Christina Hamann auf dem Platz der Verfassungsfreunde beim Kulturforum. Auch Qi Gong-Unerfahrene waren willkommen.
Qi Gong ist eine Bewegungsübung, dient der körperlichen Stärkung und Beweglichkeit, der geistigen Beruhigung und Entspannung.

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13.07.2014 ….. Bedingungsloses Picknick mit der IG BGO.
Am Sonntag um 15 Uhr veranstaltete die IG BGO bei strahlendem Sonnenschein – trotz Gewitterwarnung – ein bedingungsloses Picknick im Grünen beim Platz der Verfassungsfreunde beim Kulturforum in Offenburg.
Die Idee: Wer wollte, steuerte bedingungslos Essen und Getränke bei.
Wir freuten uns über nette – neue und alte – Kontakte und Gespräche in angenehmer Atmosphäre über die Themen unserer Zeit.
Die Idee der Bedingungslosigkeit zeigte sich bei diesem Picknick sehr direkt: Wer mochte, brachte etwas zu essen und trinken mit, alle durften sich bedienen. Was da alles zusammen kam: Kaffee, Tee, süße oder herzhafte Leckereien, Kuchen, Obst… Und am Ende war sogar noch Einiges übrig!
bedingungslose Lesung in Offenburg

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28.03.2014 ….. Enno Schmidt spricht über das Grundeinkommen im “Forum Neues Miteinander” in Alpirsbach (www.forum-neues-miteinander.de).
Die Interessengemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen Ortenau IG BGO war vor Ort.

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08.03.2014 ….. Freiheit – Gleichheit – Grundeinkommen
Die Vision der solidarischen Gesellschaft neu denken.

Ein Vortrag von Adrienne Goehler in Zusammenarbeit mit dem Frauennetzwerk

Seit mehr als 40 Jahren setzt sich die ehemalige Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin dafür ein, dass Frauen ein gutes Leben in unserer reichen Gesellschaft führen können. Genauso lange beobachtet sie, dass Frauen bis zu 25% weniger verdienen, dass ihre Armut steigt, besonders als Alleinerziehende und im Alter.

Wo Arme immer ärmer werden, während immer weniger Reiche immer mehr Reichtum anhäufen, bilanziert Adrienne Goehler, ist der Sozialstaat faktisch und als Idee aus den Angeln gehoben. Neue Wege und Perspektiven öffnet die Aussicht auf ein bedingungsloses Grundeinkommen. 225 Jahre nach der französischen Revolution und erstmals in der Geschichte, lässt sich eine solidarische Gesellschaft denken, die den Geschlechtern gleiche Voraussetzungen geben würde.

Beim Vortrag mit anschließendem Gesprächsaustausch war die IG BGO mit einem Stand vertreten.

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‚Frohes Schaffen‘

Gegen die Arbeitswut: Der Dokumentarfilmer Konstantin Faigle will die Arbeitsmoral senken. Dazu hat er ein bisschen gearbeitet und 2012 seinen Film “Frohes Schaffen” gedreht. Darin zeigt er, dass Arbeit ganz und gar kein natürliches Bedürfnis des Menschen ist. In der weitaus längsten Zeit der Geschichte wandten die Menschen höchstens drei Stunden am Tag für Jagen und Sammeln auf. Heute dagegen ist Arbeit zur Religion geworden, nicht anerkannt zwar, aber doch mit den weitaus meisten Gläubigen.

Und, ist das schlimm? Ja, sagt Konstantin Failge und mit ihm viele Fachleute, denn diese Arbeitsreligion erzeugt vielfach Leiden: Sowohl für die, die immer mehr Arbeit haben, als auch für die, die arbeitslos auf dem Abstellgleis stehen. Deshalb ist es ihm auch sehr
ernst mit seiner Mission, die Arbeitsmoral zu senken. Und tatsächlich: Nach 98 Minuten ist dem Publikum die Lust auf Karriere tüchtig vergangen.

Am 20. Februar 2014, um 20 Uhr im KiK zeigte das Koki den Film. Danach ergab sich eine lebhafte und engagierte Diskussion unter Besuchern und Mitgliedern der IG-BGO.

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Künstlerin Birgitt Fischer im Gespräch mit der IG BGO

Wie lebt es sich als Künstlerin? Die Neurieder Künstlerin Birgitt Fischer ist ihrer Leidenschaft und ihrem Talent gefolgt und ist tätig mit dem, was sie liebt. Doch sie kennt auch die präkere Seite dieses Lebens: Jobs, die nicht der eigenen Person entsprechen, aber gemacht werden müssen, weil nur sie die Existenz sichern.
Im Gespräch mit Mitgliedern der Interessengemeinschaft “Bedingungsloses Grundeinkommen Ortenau” erörtert sie, inwiefern sich das Leben einer Künstlerin in Deutschland verändern würde, wäre für das Einkommen aller im Sinne eines bedingungslosen Grundeinkommens gesorgt. Dabei äußert sich die Künstlerin durchaus kritisch, denn auch der Zwang zur Erwerbsarbeit hat sie als Mensch und ihre künstlerische Tätigkeit geprägt.

Das Interview ist der erste Teil einer Videoreihe der IG BGO, in der Vertreter/innen verschiedener Berufsgruppen mit der Frage konfrontiert werden: “Was würdest du tun, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?”

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Die Zukunft der Arbeit

3 Artikel zur Zukunft der Arbeit im info3-Magazin, Ausgabe September 2013:
> „Generation Grundeinkommen“ von Griet Hellinckx
> „Arbeit, die wir wirklich wollen“ von Nadja Rosmann
> „Vom Sorgen für die Welt“ von Ina Praetorius
Mit freundlicher Genehmigung von Info3!

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‚Bedingungslose Lesung‘ mit Sophie Warning

Die offizielle Freischaltung der IG BGO-Homepage wurde am 03.08. auf dem Offenburger Markt gefeiert. Sophie Warning von OTIUM, dem Verein zur Förderung des Müßiggangs, hielt eine „bedingungslose“ Lesung.

bedingungslose Lesung in Offenburg

Geldschein


1000 € für alle!

Mit Gedichten und Texten zu den Themen Müßiggang, Arbeit, Konsum und Geld und in vielen Gesprächen mit Marktbesuchern und Passantinnen regten wir zum Nachdenken über das bedingungslose Grundeinkommen an. „Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihren Lebensunterhalt gesorgt wäre?“ wurde auf den 1000 €-Postkarten nachgefragt, die wir in Unmengen verteilt haben. Antworten gab es zahlreiche…

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‚Die Finanzierung ist kein Problem‘ – André Presse in Offenburg

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen, wer soll das bezahlen? Immer wieder wird die Frage nach der Finanzierbarkeit eines BGE gestellt. Daher hat die IG-BGO jemanden eingeladen, der es wissen muss: André Presse, im April 2013 zu Gast in Offenburg, hat in seiner Doktorarbeit „Grundeinkommen – Ideen und Vorschläge zu seiner Realisierung“ genau diese Frage behandelt und musste, da er zunächst selbst sehr skeptisch war, feststellen: Es geht.

André Presse

André Presse ist am Karlsruher Institut für Technologie (ehemals Universität Karlsruhe) angestellt und arbeitet mit Professor Götz W. Werner, dem Gründer der Drogeriekette dm und Verfechter der Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens, zusammen. In seiner Doktorarbeit von 2009, die übrigens im Internet offen zugänglich ist, ist er der Frage nach gegangen, welche zusätzlichen Mittel aufgebracht werden müssten, um allen Deutschen eine Grundsicherung von 800 Euro monatlich auszuzahlen, und wie diese zu finanzieren wäre.

„Man muss zum einen überlegen, dass diese Grundsicherung heute schon jeder hat“, erklärt Presse. „Jeder Arbeitnehmer, jede Rentnerin und auch alle Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfänger/innen erhalten heute schon mit allen Zulagen etwa einen Betrag von 800 Euro – nur ist dieser eben an Bedingungen geknüpft.“ Zum anderen müsse klar sein, dass die 800 Euro nicht auf die bestehenden Löhne und Gehälter oben drauf kämen, sondern Bestandteil, nämlich existenzsichernder Sockel wären, der den einzelnen bleibt, egal ob er arbeitet oder nicht. Sozial- und Transferleistungen ebenso wie Löhne und Gehälter könnten zudem in dem Maße sinken, in dem das BGE steigt. Die für Deutschland zunächst einfachste Finanzierungslösung wäre eine negative Einkommenssteuer, die nach Presses Meinung eleganteste eine entsprechend erhöhte Mehrwert- bzw. Konsumsteuer.

Er gibt zudem zu bedenken, dass ein BGE nicht von heute auf morgen eingeführt werden kann und sollte. „Da wir mit dem BGE gleichzeitig unser Steuersystem revolutionieren, muss die Einführung sukzessive geschehen“, so der Experte. Bei einer Anhebung der Mehrwertsteuer um zunächst drei Prozent, könnten alle Bürgerinnen und Bürger im ersten Jahr ein Grundeinkommen von 30 Euro monatlich erhalten. Gleichzeitig könnten Sozialleistungen im selben Umfang sinken. Man könnte demnach 60 Euro monatlich an alle Bürgerinnen und Bürger auszahlen. „Im zweiten Jahr wären wir dann schon bei 120 Euro, im dritten bei 240 und so weiter“, rechnet Presse vor. „An zusätzlichen Mitteln, die nicht ohnehin heute schon da sind, müssten im Jahr circa 20 Milliarden Euro aufgebracht werden.“ Das sei zwar viel Geld, gibt er zu, verglichen mit dem Bruttoinlandsprodukt Deutschlands von etwa drei Billionen handle es sich aber um eine Summe, die die deutsche Volkswirtschaft relativ leicht erwirtschaften kann.

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Zu Besuch im Basler Versuchslabor für Visionen

Badische Zeitung – 20.2.12: Die Interessengemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen kooperiert mit dem Schweizer Vorkämpfer Daniel Häni.

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Susanne Wiest in Offenburg: ‚1000 € für alle‘

Susanne Wiest, bekannt als Petentin für das Bedingungslose Grundeinkommen, war bei uns in Offenburg, wie man an diesen BZ-Artikeln sehen kann:

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‚Ein Trio kämpft fürs Grundeinkommen‘

Badische Zeitung, 24.9.2012: Interessengemeinschaft unterstützt Idee von DM-Gründer Götz Werner / Zwei Filmabende.

2 Kommentare zu Bisheriges

  1. Wundt Karl sagt:

    Zum dem Thema hätte ich ein paar Fragen|
    1. Sind die Befürworter in einer Gesamtorganisation zusammengeschlossen?
    2. wenn ja in welcher?
    3. Die Energiewende wurde in kürzester Zeit gedreht. Und warum, weil die potentiellen Wähler die Kernkraft nicht wollten. Wenn sich die Bundesregierung und auch die Oppositionsparteien einer großen Gruppe vor sin sehen, die Ihre Stimme bei der nächsten Wahl dem geben, der sich für diese Sache einsetzt, dann kommt Bewegung in das Programm. Wenn zum Beispiel in Facebook eine Zentrale Gruppe angelegt wird, sofern diese noch nicht vorhanden ist, dann kann man täglich sehen wie die Gruppe anwächst . Das sehen auch die Politiker. Dann kommt auch Bewegung in die Sache.
    Oder sehen Sie das anders ?
    Karl Wundt
    4

    • Klaus sagt:

      Hallo Herr Wundt,

      zu Frage 1 und 2: Es gibt das ‚Netzwerk Grundeinkommen‘ (https://www.grundeinkommen.de/ueber-uns), wo sehr viele Fäden zusammen laufen.

      zu Frage 3:
      Dadurch dass wir darüber reden, wirken wir meinungsbildend im positiven Sinne fürs BGE. Wer zum ersten Mal vom BGE hört, ist in der Regel befremdet oder abweisend. Wer davon zum wiederholten Male hört, wird zugänglicher für das Thema. Darüber gibt es sogar Statistiken. Je mehr wir also das Thema in die Öffentlichkeit bringen – egal ob per Facebook, Vortrag, Film…-, um so mehr Leute werden das gut finden. Je mehr Leute das gut finden, um so eher findet das Thema Eingang in die politischen Gremien und Parteien und zwar in alle. Die PolitikerInnen möchten schließlich gewählt werden…

      Es gibt bereits sehr reges Engagement auf facebook:
      77.329 „Gefällt mir“: Bedingungsloses Grundeinkommen, https://www.facebook.com/bedingungsloses.grundeinkommen/info, Admins: Daniel Häni, Benjamin Hohlmann
      2.847 Gruppen-Mitglieder: Gruppe Bedingungsloses Grundeinkommen, https://www.facebook.com/groups/Bedingungsloses.Grundeinkommen/?ref=br_rs, Admins: Ralph Boes, Jens Weinmann, Jan Robert Guzik, „Deswegen Frank“ (vermutlich nicht der Klarname)
      und sehr viele weitere Seiten und kleinere meist regionale Gruppen.

      Viele Grüße
      Heike, Jochen, Klaus (IG-BGO)

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